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21.10. – Magdeburg

Podiumsdiskussion zum Thema „’Mein Körper gehört …‘ Das Recht auf individuelle, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung im Widerstreit“

20 bis 22 Uhr

26.07.17 – Berlin

Premiere „Decyzja – unsere Entscheidung für den Protest“ – Dokumentarfilm über den Schwarzen Protest im City Kino Wedding

Der „Schwarze Protest” („Czarny Protest“) ist eine Protestbewegung, die im Frühjahr 2016 als Reaktion auf die Debatte um ein neues Abtreibungsgesetz in Polen entstand. Ihren Höhepunkt fand sie am 3. Oktober, dem „Schwarzen Montag“, an dem mehrere Zehntausend Frauen im ganzen Land demonstrieren gingen.

Der 30-minütige Dokumentarfilm wird im Anschluss mit unseren Gästen Ewa Maria Slaska, Anna Krenz, Kirsten Achtelik und Gabriele Freitag diskutiert.

18:00 Uhr Einlass
18:30 Uhr Filmpremiere „Decyzja“
19:00 Uhr Podiumsdiskussion
im Anschluss: Getränke und polnische Snacks

Gäste:
Ewa Maria Slaska – Vorsitzende der Städtepartner Stettin e.V.
Anna Krenz – Mitgründerin von Dziewuchy Dziewuchom Berlin
Kirsten Achtelik – Diplom-Soziologin und Journalistin
Gabriele Freitag – Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.

Um Anmeldung wird gebeten: polandinmotion@gmail.com. Der Eintritt beträgt 4€. Das Kino ist rolligerecht.

06.07.2017 – Mainz

18 – 20 Uhr in der Heinrich Böll Stiftung, Walpodenstr. 10 in Mainz, Veranstalter Frauenzentrum Mainz in Kooperation mit pro familia Zentrum Mainz, Heinrich Böll Stiftung RLP

Vortrag von Kirsten Achtelik

Wie selbstbestimmt kann eine Entscheidung über pränataldiagnostische Untersuchungen in einer Gesellschaft sein, in der Behinderung immer noch als problematisch und schwierig angesehen wird?
Pränataldiagnostik ist ein komplexes und umstrittenes Thema. Befürworter_innen betonen das Recht auf Wissen, Kritiker_innen fordern ein Recht auf Nichtwissen ein. Dissens besteht auch darüber, welche Untersuchungen für die Gesundheit von Schwangeren und werdenden Kindern wichtig sind. Mit der Ausweitung diagnostischer Methoden – wie etwa dem nicht invasiven Bluttest PraenaTest – steigt der Druck auf Schwangere alle medizinischen Möglichkeiten zum Ausschluss einer Behinderung auszuschöpfen. Können Beratung und Information dieser Dynamik genug entgegensetzen?
Kirsten Achtelik diskutiert in ihrem Vortrag, wie die Forderung nach einem Recht auf Abtreibung mit einer feminisischen Kritik an Pränataldiagnostik zusammengedacht werden kann.

03.07.2017 – Frankfurt

20 Uhr, KARL MARX BUCHHANDLUNG, Jordanstr. 11

Selbstbestimmung ist eine der zentralen Forderungen sozialer Bewegungen im Anschluss an die Revolten der 1960er Jahre gewesen. Insbesondere die Frauenbewegung und – allzu oft vergessen – die Behindertenbewegung haben sich an der Ausgestaltung dieser Forderung abgearbeitet. Selbstbestimmung über die eigenen reproduktiven Möglichkeiten aus feministischer Sicht und Selbstbestimmung über ein Leben mit Behinderung können jedoch in Widerspruch zueinander treten.
Kirsten Achtelik nimmt in ihrem Buch „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“ die historische Phase nach Beendigung der mörderischen Eugenik im Nationalsozialismus in den Blick. In der Bundesrepublik wurden zunehmend modernisierte und individualisierte Argumente zur Begündung von selektiver Pränataldiagnostik verwendet – Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und die Verhinderung von Leid. Die vermeintlich freie, individuelle Entscheidung führt in Kombination mit gesellschaftlicher Behindertenfeindlichkeit (Ableism) zu der immer gleichen Entscheidung: Etwa neun von zehn Frauen entscheiden sich heute bei der Diagnose „Trisomie 21“ zum Schwangerschaftsabbruch.
Achtelik setzt der selektiven pränatalen Suche nach Behinderung eine „Selbstbestimmung ohne Selektion“ entgegen. Wie diese aussehen kann und welche Fallstricke diese Debatte enthält, darüber diskutieren wir mit der Autorin anlässlich ihrer Buchvorstellung.

11.06.17 – Frankfurt

Podiumsdiskussion: Technologie. Reproduktion. Reprorevolution?

organisiert von Kritik&Praxis – radikale Linke Frankfurt

19:00 – 22:30 Kunstverein Familie Montez, Honsellstrasse, 60314 Frankfurt am Main

Medizin und Pharmakologie eröffnen heute neue Möglichkeiten für eine Reproduktion der menschlichen Gattung, die sich von der Natur als „Schicksal“ lösen kann. Ebenso offenbart sich Zweigeschlechtlichkeit damit als ein immer sozial wie technisch hergestelltes Konstrukt. Allerdings vollzieht sich diese Entwicklung unter den Bedingungen eines expandieren, globalen Marktes: Ein Outsourcing des Biologischen, z.B. durch Eizellenentnahme und Leihmutterschaft, an meist prekarisierten Frauen ist die Folge. Daher stellt sich die Frage: Warum ist es nicht möglich, den technologischen Fortschritt zu nutzen, um die Reproduktion kollektiv zu organisieren und das Patriarchat sowie das binäre Geschlechterverhältnis auf den Müllhaufen der Geschichte zu katapultieren? Wir wollen diskutieren, wie Gen- und Reproduktionstechnologien die gegenwärtigen Machtverhältnisse reproduzieren und strukturieren.

Mit Kirsten Achtelik und Johannes Paul Raether

01.06.17 – Gießen

Vortrag und Diskussion: „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“ mit Kirsten Achtelik

Sollen Feministinnen jede Art von Abtreibung verteidigen? Können Entscheidungen überhaupt selbstbestimmt getroffen werden? Welche Art von Wissen entsteht durch pränatale Untersuchungen? Dienen sie der Vorsorge oder sind sie behindertenfeindlich?

Unterstützt durch die Arbeitsstelle Gender Studies (AGS) und das Gießener Graduiertenzentrum Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften (GGS)
20:00 bis 21:30 Uhr Goethestraße 58, 35390 Gießen – Raum 201 (barrierefrei)